SPD tritt wieder mit Fortmeier an

Wahlkreiskonferenz im Berghotel Quellental

Haller-Kreisblatt, 27.06.2016

Das Ergebnis am Samstagvormittag im altehrwürdigen Wintergarten des Berghotels Quellental, das aufgrund seiner Lage im Grenzgebiet Altkreis Halle/Bielefeld auch symbolisch gewählt worden sein dürfte, war stattlich. Bei 54 stimmberechtigten Delegierten stimmten bei einer Enthaltung und einer Neinstimme 52 für Fortmeier. Durchaus ein Vertrauensbeweis für den gebürtigen Schloss-Neuhauser, der 1982 in die SPD eintrat und im Landtag Mitglied der Ausschüsse für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk sowie Innovation Wissenschaft und Forschung ist – und auch bleiben will.

In seiner gut 30-minütigen Nominierungsrede am Samstag gab sich Fortmeier kämpferisch; auch gegenüber der CDU und ihrem Spitzenkandidaten Armin Laschet. Vieles von dem, was sich die SPD in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Wahlkreiskonferenzin den letzten sechs Jahren vorgenommen habe, sei bereits umgesetzt worden. Weitere Schritte müssten nun folgen, unterstreicht Fortmeier, und greift exemplarisch die Integration von 200 000 zugewiesenen Flüchtlingen, die im vergangenen Jahr nach NRW gekommen waren, und die Arbeitsmarktsituation heraus, die „mit Risiken und Chancen“ verbunden sei und an neue Bedürfnisse angepasst werden müsse.
Fortmeier: „Setze auf Sieg, nicht auf Liste“

„Statt Industrie 4.0 brauchen wir Arbeit 4.0. Wir müssen den Fokus noch stärker auf den Menschen und seine Arbeit legen. Als Gewerkschafter ist mir das sehr wichtig: Nicht der Mensch ist für die Technik da, sondern die Technik für den Menschen.“

Für Ostwestfalen-Lippe (OWL) setzt Fortmeier die Schwerpunkte auf den zeitnahen Lückenschluss des Millionenprojektes A 33, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes OWL, Investitionen in ein schn

elles Breitband-Internet und eine regionale Forschung, die er etwa am Milliarden-Projekt des Campus Bielefeld skizzierte, dessen vollständige Fertigstellung für 2025 geplant ist. Er setze „auf Sieg, nicht auf Liste“, schloss Fortmeier, der von seiner Frau Almut begleitet wurde, die trotz Knöchelbruch in erster Reihe saß.

Einen Gegenkandidaten aus den eigenen Reihen hat Fortmeier auf seinem Weg nach Düsseldorf dabei nicht mehr zu befürchten. Der durch den Stadtverband Versmold nominierte TV-Journalist Theo Knepper war zwar mit markigen Worten angetreten, hatte seine Kandidatur aber bereits im Vorfeld der Wahlkreiskonferenz am Samstag zurückgezogen. Der nordrhein-westfälische Landtag wird am 14. Mai nächsten Jahres gewählt.